Chronik
1886
Am 12. Mai 1886 trafen sich eine Anzahl Lehrer aus dem Fuldatal, Hasel- undGudegrund in einem Jägerhäuschen nördlich vom Alheimer zu einerdienstlichen Besprechung.Beim leeren eines Fässchens Bier wurde Klage darüber geführt, dass derAufstieg zur Kuppe des Alheimer zu steil sei, und die Aussicht durchhochgewachsene Fichten verloren gegangen sei. Lehrer Friedrich Giebelhausenhielt eine Ansprache und wies auf die Notwenigkeit hin, diesem Übelstandabzuhelfen.
Auf seinen Vorschlag wurde anschließend der Alheimerklubgegründet, dem 25 Männer gleich beitraten.4 Monate nach Gründung des Alheimerklubs im August 1986 beschloss derKlub den Anschluss an den Niederhessischen Touristenverein und wurde einZweigverein desselben.Reallehrer Friedrich Giebelhausen wurde der 1. Vorsitzender. Hauptaufgabewurde für alle die touristische Erschließung der höchsten Kuppe des StölzingerGebirges, den weithin die Gegend beherrschenden Alheimer (548,7m).
Es wurde ein Zick-Zackweg zur Kuppe angelegt und Ruhebänke aufgestellt. ZweiJahre später wurde eine kleine Schutzhütte am Fuße des Alheimers gebaut.
1887
Wurde auf der Kuppe von der Militärbehörde zu Vermessungszwecken einHolzturm errichtet, den der Alheimerklub erwerben wollte, dies wurde nichtgenehmigt.
1896
Am 05. Juli fand eine Hauptversammlung der Zweigvereine in Rotenburg statt.Die nächste in Rotenburg 10 Jahre später, im Jahre 1906.
1904
Als der Vermessungsturm morsch wurde, baute der Alheimerklub einen 14 mhohen Holzturm daneben. 1907 berichtet das Rotenburger Kreisblatt folgendes:„Allen Alheimerbesuchern die frohe Kunde, dass ein heftiger Frühlingssturmden gebrechlichen Vermessungsturm auf dem Alheimer das Lebenslichtausgeblasen hat, indem er ihn einfach umblies, ohne seinem Nachbarn Schaden zuzuführen.“
1904 durfte der Klub einen 14 m hohen Holzturm bauen. Bei der Einweihunghielt der Realschullehrer Dr. Karl Etzerod die Rede und schloss sie mit einemfreudig aufgenommenen „Hoch auf unseren Wald, dass Hessenland und dasVaterland“.
1906
Am 17. Juni 1906 trafen sich die Vertreter der Zweigvereine zurHauptversammlung wieder in Rotenburg. Auf dem Bahnhof wurden dieTeilnehmer von den zahlreich erschienenen Rotenburger Wanderfreunde durchdie Stadt zur Gartengastwirtschaft Weidenberg geleitet.Der Alheimerklub zählte 100 Mitglieder.
1911
Am 12. Mai 1911 beging der Verein sein 25 jähriges Bestehen.Von dem 1. Vorsitzenden Giebelhausen wird berichtet, dass er die Seele des Alheimerklubs sei.Man bewunderte an ihm sein offenes Auge, seinen stets klaren Kopf bei Entscheidungen im Interesse des Klubs und sein offenes Herz. Nach demEintritt in den Ruhestand 1911 legte er sein Amt nach 25 Jahren Tätigkeit imAlheimerklub nieder.
Sein Nachfolger wurde Dr. Karl Etzrod Realschullehrer.Während des 1. Weltkrieges ruhte der Klub fast vollständig, erst im Jahre 1919erfolgte eine Wiederbelebung. Der Vereinsname wurde geändert in Alheimerverein.
1928
1928 trafen sich die Vertreter der Zweigvereine zu einer Ausschusssitzung in Rotenburg. Dort wurde beschlossen, dass der Name - Hauptverein in - Gesamtvereinbenannt wird.Die Mandolinengruppe des Vereins spielte in dieser Zeit bei vielen Wandertreffen. Ein Jahr später bekam der Gesamtverein den Namen: „Hessisch-WaldeckischerGebirgsverein“. Nachdem das bisherige Land Waldeck der Preußischen Provinz Hessen – Nassau – angegliedert worden war, wollte man dadurch die Bildungvon Zweigvereinen in Waldeck erleichtern.
1930
Wurde der Turm mit der Gedächtnisstätte für die im 1. Weltkrieg Gefalleneneingeweiht. Die Betreuung und Pflege der Gesamtanlage übernahm der Alheimerverein. Gesamtaufwendung für Turm und Gedächtnisstätte 36.956,00Mark. Dr. Etzrod beendet seine Ansprache mit dem Gedanken: „ Je schwererder Kampf mit der Zeit gewesen ist, umso wertvoller müsse uns der Turm inseiner klaren, wertbeständiger Form sein, als ein Zeichen heimatlicher Herzenswärme mitten in einer Zeit wirtschaftlicher und seelischer Verarmung“.
Dr. Etzrod war ein sehr bescheidener Mensch, mit reichen Erfahrungen in derWandersache. Er hat dem Alheimerverein bis ins hohe Alter mit Rat und Tat zurSeite gestanden und hat sich an allen Wanderungen beteiligt. Jeden Sonntagbesuchte er „seinen Alheimer“. In Würdigung seiner Pflichterfüllung, seinesFleißes und seiner Liebe zur Heimat hat die Stadt Rotenburg 1932 zumEhrenbürger ernannt.Sein größter Verdienst ist die in den Jahren 1928 – 1930 mit unsagbarenSchwierigkeiten erfolgte Errichtung des steinernen Turmes auf dem Alheimer inVerbindung mit der Kreis-Gedächtnisstätte für die gefallenen.
Der Turm hat eine Höhe von 21m und hat 111 Stufen. Nachdem der Plan vollendet war, begann die Einebnung und Vorbereitung der Kuppe. Diese Arbeit ist an 5 Sonntagen im Spätsommer des Jahres 1928 vonjugendlichen Wanderern und Turnern aus Rotenburg und den Dörfern des Haselgrundes in freiwilligem Dienst geleistet worden.
Der Vorsitzende des Kyffhäuserbundes, R. Steißel und Dr. Etzrod halfen fleißig mit. Etzrod`s Worte: „Das Miterleben dieser frühen Morgenstunden auf dem Alheimer gehört zu dem schönsten in der Bauzeit. In harten schweißreichen Bemühen drangen 25-35 Jünglinge mit Spitzhacke und Schippe in den Fels ein und entnahmen dem Bergriesen fast 1m seiner Höhe. Bei Tagesgrauen warensie hinauf gewandert, während sich die übrige Welt noch dem süßen Sonnenschlaf hingab“. Nach dem 2. Weltkrieg durfte der Verein seine Arbeit wieder ganz aufnehmen.
Dr. Etzrod stellte sich als 84-jähriger sofort zur Wiederwahl, einmal um derÜberleitung willen, sodann um der Wiederherstellung des Turmes willen, der imObergeschoß mutwillig zerstört war.Nach 39 Jahren aktiver, tatkräftiger Vereinsarbeit legte der bis ins hohe Altereifrige Wanderer im Jahre 1950 sein Amt nieder. Nach der Besetzung Deutschlands durch die Siegermächte des 2- Weltkriegesim Mai 1945 wurde mit dem Verbot jeder Vereinsstätigkeit auch die Arbeit des Alheimervereins, die während des Krieges nicht ruhte, lahmgelegt, der Vereinformell aufgelöst.
1948
Mit viel Geld und Arbeitsaufwand bekam der Turm sein heutiges Aussehen.Anläßlich der 700-Jahrfeier der Stadt Rotenburg vom 11.-13.09.1948 beteiligtesich der Verein an dem Festzug und führte dabei im historischen Teil als Bild 20ein Modell des Alheimerturmes mit.
1950
Im Alheimerturm wurde eine Gedenktafel für Dr. Karl Etzrod, als Erbauer,angebracht. 1 Jahr später starb er. Dr. Etzrod Wunsch, dass Friedrich Fleischhutsein Nachfolger werden sollte, erfüllt sich.Als Nachfolger wählte der Verein den Geschäftsmann Friedrich Fleischhut. Erwar dem Verein 1936 beigetreten, war 3 Jahre Schriftführer und von 1948-19502. Vorsitzender und ab 1950 – 1958 1. Vorsitzender. Schon in jungen Jahrenhatte er fleißig beim Turmbau mitgeholfen.
In seiner Amtszeit wurden aufWunsch der Wanderer eingeführt: Neujahrswanderungen zum Alheimer, dieWanderungen zur Gedächtnisstätte am Volkstrauertag und die jährlichen Wanderpläne. Im Jahre 1954 ließ sich der Verein ein Wimpel anfertigen, weihteihn auf dem Achtermann im Harz ein und holte damit auf dem Wandertag inGoslar das erste Wimpelband.Die Betreuung des Turmes und der Gedächtnisstätte war ihm eine besondere Herzensangelegenheit. Der Plan wurde gefasst die Anlage zu erneuern.
Die Zahl der Gefallenen und der Toten aus dem 2. Weltkrieg sollten auf den Steinen niedergeschrieben werden. Die Erfüllung seiner Bemühungen um diese ehrenvolle Aufgabe erlebte Friedrich Fleischhut nicht mehr. Er verstarb ganzplötzlich im März 1958.
1958
Im Jahr 1958 übernahm Kreisamtmann Martin Lindig den Vorsitz.
1959
Nach vielen Beratungen und Fragen der Finanzierung, wurde die neu gestaltete Anlage 1959 eingeweiht. Im weiten Gebiet des Alheimers wurden 44 Bänkeaufgestellt, die der Verein noch heute betreut. Die Zusammenarbeit desVereins mit dem Heimat- und Verkehrsverein machte weiter Fortschritte.
Eine Wanderkarte für Rotenburg wurde herausgegeben. Rundwege neu angelegtund beschildert, Wanderwege und die Durchgangsstrecken neu beschildert. Das 75-jährige Bestehen des Vereins wurde 1961 gefeiert. Die Gedächtnisstätte wurde erweitert, so dass sie heute auch die Opfer des 2.Weltkrieges erinnert.
1961
Die Außenfassade vom Alheimerturm musste Saniert werden. Fa. Ebert ausBebra baute ein Stahlgerüst auf. Ein Stahlgerüst auf dem Alheimer, dass warfür die Fa. Ebert eine Herkulesaufgabe. Die Sanierungsarbeiten wurden von der Fa. Münscher u. Sohn aus Rotenburg durchgeführt. Turmwart Richard Köbereich hatte großen Anteil an den Arbeiten.
1966
1966 ging der Plan in Erfüllung, eine Vereinshütte zu bauen. Mit dem damaligen Stifts-kämmerer wurde ein Pachtvertrag abgeschlossen. Der Bau der Hütte begann mit großem Arbeitseinsatz vieler Mitglieder. Die Inneneinrichtungder Hütte wurde auch von Vereinsmitgliedern gestiftet. Im achtzigsten Jubiläumsjahr im September 1966, wurde die Vereinshütte im Schweinsgraben eingeweiht. 1. Vorsitzender konnte allen Helfern den Dank aussprechen. Er wies darauf hin, dass der Bau der Hütte wieder ein Meilenstein in derGeschichte des Alheimervereins war.
1967
Im Jahr 1967 wurde durch die Initiative des 1. Vorsitzenden Martin Lindig die Nadelöhrhütte gebaut.
1971
Alheimerverein feiert sein 85-jähriges Bestehen. Wanderfreunde aus ganz Nordhessen treffen sich am Sonntag in Rotenburg am 27. Juni 1971.Die Stadt Rotenburg ist am Sonntag das Ziel zahlreicher Wanderfreunde ausdem ganzen Bereich von Nordhessen. Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs– und Heimatverein e.V. hat zu Jahreshauptversammlung und Jahreswandertreffen nach Rotenburg eingeladen.
Einen besonderen Akzent erhält das Verbandstreffen in Rotenburg durch das 85-jährige Vereinsbestehen des Alheimervereins, der bekanntlich neben seiner Wandertätigkeit vor allen umdie Pflege und Erhaltung des in ganz Hessen bekannten Alheimerturms bemühtist, der sich seit rund 40 Jahren auf dem höchsten Berg des kreises Rotenburg befindet. Um 9 Uhr begann die Versammlung im Saal Gesemann. Am Vormittag gestaltete die Kapelle Staske ein Konzert im Schloßpark. Um 14 Uhr treffen sich die Teilnehmer am Marktplatz um gemeinsam zum Alten Turm zu wandern. Um 15 Uhr fand eine Wander-Kundgebung mit Ehrungen statt.
1972
Als Anfang der sechziger Jahre der Fremdenverkehr in Rotenburg stark zunahm, stellte der 1. Vorsitzende 1959 an die Forstbehörde den Antrag, die Guttelsstraße zu verbreitern, auszubauen oder Ausweichstellen einzubauen.Der Antrag wurde abgelehnt. Später schalteten sich die Kreisbehörden, die Stadt, der Landrat ein, eine Einbahnstrecke zu genehmigen – von Guttels zum Alheimer nach Seifertshausen – um Unfälle zu vermeiden. Nach jahrelangen Bemühungen und Beratungen über Finanzierung, Umgestaltung der Streckewurde mit dem Ausbau im Mai 1971 begonnen und in ihrer heutigen Gestaltung im März 1972 eingeweiht.
Noch ein wichtiges Problem hatte der 1. Vorsitzende gelöst. Nach den Eingemeindungen hat er im Jahr 1972 erreicht, durch Verhandlungen mit Stadt– und Kreisbehörden, dass die Betreuung und Verantwortung für die Gedächtnisstätte auf den Kreis übertragen wurde und die Betreuung desTurmes dem Alheimerverein überlassen bleibt.Für all sein Wirken zum Wohle des Vereins sind die Wanderfreunde ihrem Vorsitzenden recht dankbar. Nach einer schweren Krankheit musste Martin Lindig sein Amt niederlegen. In der Jahreshauptversammlung 1973 ernannten ihn die Mitglieder zum Ehrenvorsitzenden.
1973
In der Jahreshauptversammlung 1973 wurde Lehrerin Hela Steinberg zur 1.Vorsitzende gewählt. Die Vereinsarbeit war ja nicht neu, da sie seit 1954 fürden Verein – Kulturarbeit – leistete und seit 1960 Mitglied im erweiterten Vorstand war.Sie setzte sich zum Ziel, noch größeren Wert auf die Wandermöglichkeiten zulegen.
Ihr Vorbild war der Hauptwegewart Bruno Mende vom Hauptverein inKassel. Er war der Initiator für die Wiederaufnahme der hessischen Durchgangsstrecken in das Wanderprogramm. Bruno Mende arbeitete inmühevoller, für ihn aber doch erfreulicher Arbeit, folgende Neuerungen für die Wanderungen aus: die Einführung von Wegezeichen, die Wegemarkierungen, die Beschreibung der Wegstrecken und der jeweiligen Landschaften, die Einführung von Wegekarten mit Wegemarkierungen, die Beschaffung von Wanderausweisen und Erinnerungsnadeln für diese Strecken, die bis zum Teil 280 km lang sind. Ein Problem war noch zu lösen!
Viele unserer Wanderfreunde, die vor 20-30 Jahren fleißige Wanderer waren, können aus Alters– oder Krankheitsgründennicht mehr an den großen Wanderungen teilnehmen. Für sie bildete der Vereineine Gruppe mit 1-2 Stunden Wanderleistung.Eine gute Zusammenarbeit besteht mit dem Heimat – und Verkehrsverein der Stadt Rotenburg.
So wurde in gemeinsamer Arbeit am Bahnhof in Rotenburgeine große Wegetafel aufgestellt. Eine ebenfalls gute Zusammenarbeit mit den Forstbeamten der Stadt. Eswurden gemeinsame Wegstrecken angelegt und Waldbesichtigungen durchgeführt.Der Verein beteiligt sich auch am Tag der Heimatpflege der Stadt Rotenburg. Säuberung der Gesamtanlage auf dem Alheimer, den Zick-Zackweg zum Turmund deren Bänke. Und Säuberung der Quellenschachtanlage im Heienbach.
1980
Im Jahre 1980 konnte das 50-jährige Bestehen des Alheimerturmes feiern. Der Verein zählt da 262 Mitglieder. Vor 50 Jahren wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. 26 Entwürfelagen vor, gewonnen hat ein Architekt aus Kassel. Nach seinem Plan wurde der Turm und die Ehrenmalanlage gebaut.
Das Team von Baumeister Karl Gebhardt errichtete den Turm. Bei der Einweihung 1930 lobte Dr. Etzrod vor 4000 Menschen: Gebhardt packt das Werk an mit herzhafter Frische undschöpferischen Wagemut. Er führte es durch mit zäher Tatkraft, weniger, um zugewinnen, als nur ein Werk zu schaffen, dass seinem Leben und Wirken einen besonderen Wert verlieh. Auch Furhunternehmer Martin Heiße und Baumeister Göbel aus Erdpenhausen wurden für ihr Engagement lobend erwähnt
1986
100 Jahre Alheimerverein Rotenburg. 1. Vorsitzende Hela Steinberg erwähnte nochmal, dass der Verein seit 1954 am Deutschen Wandertag teilnimmt. ImJubiläumsjahr konnte der Verein das 30. Wimpelband in Empfang nehmen. Einmalig in der 100-jährigen Geschichte des Vereins war im Jahre 1979 dieTeilnahme von 3 Rotenburger Wanderfreunden an der Überbringung des Wandertagswimpels von Kassel nach Trier. Die für den Alheimervereinteilnehmenden Wanderwarte Studenroth und Aubel sowie 1. Vorsitzende Hela Steinberg, war dies der Höhepunkt in ihrem Wanderleben. Sie legten in 21Tagen eine Strecke von 483 km zurück.
1992
In der Jahreshauptversammlung wurde der bisherige zweite Vorsitzende (von 1978 -1992) Jochen Aubel zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Günter Bick als zweiter Vorsitzender, Gerlinde Dürholt als Schriftführerin und Dieter Deist als Kassenwart. Frau Hela Steinberg, bisherige erste Vorsitzende, wurde feierlich verabschiedet. Aus Kassel waren vier Mitglieder des Vorstandes vom Hessisch-Waldeckischen-Gebirgs-und Heimatverein anwesend.
Die von ihren Amt aus Altersgründen zurückgetretene Vorsitzende leistete insgesamt 36 Jahre Vorstandsarbeit,davon 17 Jahre als 1. Vorsitzende. Sie hat sich mit großem persönlichen Engagement um den Verein verdient gemacht, wofür ihr eine Ehrenurkundeüberreicht wurde. Trotz ihres Alters will Frau Steinberg auch zukünftig demVerein mit Rat und zur Seite stehen. Die Vereinshütte im Schweinsgrabenwurde nach ihr benannt.
2005
Der Alheimerturm feiert 75. Geburtstag. Auch die Gedächnisstätte für die Opfer der kriege ist vor 75 Jahren eingeweiht worden. Der Alheimerverein Rotenburg lädt zu seiner Feierstunde ein. Sie beginnt um 14:30 Uhr am Alheimerturm.„Auf geht’s zum Alheimer.“ Unter diesem Motto ruft der Verein zu einer Jedermann-Wanderung aus Anlass der Feierstunde auf. Eine möglichst große Beteiligung wünscht sich Jochen Aubel, der 1. Vorsitzende des Alheimervereins, schon bei der Wandertour. Sie beginnt um 12:00 Uhr an der Wegetafel auf demParkplatz am HKZ. Über 12 km lange Strecke geht es hinauf zum Alheimer.„Über Jugendliche und Kinder würde sich der Vorstand bei unsererJubiläumswanderung besonders freuen“ sagte Aubel. Geführt wird die Wanderung von Günter Jäger.
Elf Beiträge umfasst die Feierstunde auf dem Alheimerplateau. Die Parforcehorngruppe der Rotenburger Jagdreiter, der Posaunenchor Rotenburgund der Gesangverein Niedergude wirken mit. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidtund Bürgermeister Manfred Fehr überbrachten nicht nur Grüße, sondern ehrtennoch Jochen Aubel. Jochen Aubel wurde der Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.
Weiterhin bekam Jochen Aubel vom HWGHV VorstandsmitgliedHerbert Kretschmar den Ehren-Wanderbrief des Hessisch-WaldeckischenHeimat- und Gebirgsverein. Das Ehrenzeichen in Gold bekam Turmwart RichardKöberich vom HWGHV überreicht. Landrat Schmidt konnte erst nach 2 Stundenmit seiner Rede beginnen. Und fand es schade, dass schon so viele gegangenwaren.
2006
Woher kommt eigentlich der Name ≈ Alheimer ≈ Es ist vielmehr- insbesondere durch W. Schoof in Hersfeld nachgewiesen, dass in zahlreichen Flurnamen das altdeutsche „Ahnende“ oder „ Almeinde“ steckt: die Bezeichnung für den gemeinsamen Besitz an Wald und Weide, an dem alle Dorfbewohner – oder die Mitglieder einer Marktgenossenschaft von mehreren Siedlungen – Anteile hatte. Im Mittelpunkt der Siedlungen des Fulda-Hasel- und Gudetals zu denken, die den dazwischen liegenden Wald gemeinsam besaß. In seinem Mittelpunkt lag der „Allmeindeberg“.So kam die Bezeichnung „Allmeindeberg“, „Allmeinberich“, „Almeimber“, „Alheimer“.
2008
Nach schwerer Krankheit verstarb Jochen Aubel. Neue 1. Vorsitzende wurde seine Frau Elsbeth Aubel in der Mitgliederversammlung gewählt. Der Verein zählt 230 Mitglieder.
2020
2. Vorsitzender Paul Mähler wird auf der Mitgliederversammlung am 07.03.2020 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein zählt 106 Miglieder. Die bisherige 1. Vorsitzende Elsbeth Aubel führte 12 Jahre den Verein an.
2023
Auf der Mitgliederversammlung am 11.02.2023 ist folgender Vereinsname beschlossen worden.
Der Verein heisst ab jetzt: Alheimer-Wanderverein Rotenburg a. d. Fulda e.V.