Wurde der Turm mit der Gedächtnisstätte für die im 1. Weltkrieg Gefalleneneingeweiht. Die Betreuung und Pflege der Gesamtanlage übernahm der Alheimerverein. Gesamtaufwendung für Turm und Gedächtnisstätte 36.956,00Mark. Dr. Etzrod beendet seine Ansprache mit dem Gedanken: „ Je schwererder Kampf mit der Zeit gewesen ist, umso wertvoller müsse uns der Turm inseiner klaren, wertbeständiger Form sein, als ein Zeichen heimatlicher Herzenswärme mitten in einer Zeit wirtschaftlicher und seelischer Verarmung“.
Dr. Etzrod war ein sehr bescheidener Mensch, mit reichen Erfahrungen in derWandersache. Er hat dem Alheimerverein bis ins hohe Alter mit Rat und Tat zurSeite gestanden und hat sich an allen Wanderungen beteiligt. Jeden Sonntagbesuchte er „seinen Alheimer“. In Würdigung seiner Pflichterfüllung, seinesFleißes und seiner Liebe zur Heimat hat die Stadt Rotenburg 1932 zumEhrenbürger ernannt.Sein größter Verdienst ist die in den Jahren 1928 – 1930 mit unsagbarenSchwierigkeiten erfolgte Errichtung des steinernen Turmes auf dem Alheimer inVerbindung mit der Kreis-Gedächtnisstätte für die gefallenen.
Der Turm hat eine Höhe von 21m und hat 111 Stufen. Nachdem der Plan vollendet war, begann die Einebnung und Vorbereitung der Kuppe. Diese Arbeit ist an 5 Sonntagen im Spätsommer des Jahres 1928 vonjugendlichen Wanderern und Turnern aus Rotenburg und den Dörfern des Haselgrundes in freiwilligem Dienst geleistet worden.
Der Vorsitzende des Kyffhäuserbundes, R. Steißel und Dr. Etzrod halfen fleißig mit. Etzrod`s Worte: „Das Miterleben dieser frühen Morgenstunden auf dem Alheimer gehört zu dem schönsten in der Bauzeit. In harten schweißreichen Bemühen drangen 25-35 Jünglinge mit Spitzhacke und Schippe in den Fels ein und entnahmen dem Bergriesen fast 1m seiner Höhe. Bei Tagesgrauen warensie hinauf gewandert, während sich die übrige Welt noch dem süßen Sonnenschlaf hingab“. Nach dem 2. Weltkrieg durfte der Verein seine Arbeit wieder ganz aufnehmen.
Dr. Etzrod stellte sich als 84-jähriger sofort zur Wiederwahl, einmal um derÜberleitung willen, sodann um der Wiederherstellung des Turmes willen, der imObergeschoß mutwillig zerstört war.Nach 39 Jahren aktiver, tatkräftiger Vereinsarbeit legte der bis ins hohe Altereifrige Wanderer im Jahre 1950 sein Amt nieder. Nach der Besetzung Deutschlands durch die Siegermächte des 2- Weltkriegesim Mai 1945 wurde mit dem Verbot jeder Vereinsstätigkeit auch die Arbeit des Alheimervereins, die während des Krieges nicht ruhte, lahmgelegt, der Vereinformell aufgelöst.